NEULAND. Fensterbild für die Sparkasse Duisburg.

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Pressetext

NEULAND. Fensterbild für die Sparkasse Duisburg.

Kuhlenwall 20, 8. Etage: Vom Dach des sanierten Hauses schweift der Blick über Duisburg, die Sonne scheint, der Himmel ist milchig blau. Die Häuser, auch die ganz in der Nähe, wirken von oben winzig. In der Ferne die Duisburger Wahrzeichen, Rathaus, Salvatorkirche, Five Boats, Stadtwerke-Turm.....

Kuhlenwall 20, auf dem frisch sanierten Vorplatz flanieren Menschen und staunen über ein 16 Meter langes „Schau-Fenster“, das seinem Namen Ehre macht. Statt in das neue Verwaltungsgebäude der Sparkasse hineinschauen zu können, fällt der Blick auf eben jenes Panorama, das sich dem Betrachter vom Dach des Hauses bietet, nur spiegelverkehrt. Die Aussicht spiegelt sich in der Scheibe. Aber nur scheinbar. Tatsächlich sieht der Betrachter ein Foto, doch dieses Abbild wird überlagert vom Spiegelbild eben jener Gebäude, die das Sparkassen-Gebäude umgeben. Realität und Abbild durchdringen sich. Das reale Spiegelbild überlagert das „künstliche“ Abbild. Dabei erscheint der reale, gespiegelte Rathausturm viel grösser als der abgebildete. Das gesamte Duisburg-Panorama gerät zur Puppenstube im Spiegel dessen, was es darstellt. Mitten drin der Passant, der sich im Betrachten spiegelt – klein im Verhältnis zum gespiegelten Rathausturm, gross im Verhältnis zum abgebildeten.

Mit Einsetzen der Dämmerung verschwindet das Spiegelbild, das Abbild erglüht und behauptet seine eigene Realität – ähnlich einem Kirchenfenster, das erst bei Nacht seine Wirkung nach aussen entfaltet.

Ähnlich einem Kirchenfenster strahlt auch das Abbild im Innern des Kuhlenwall-Gebäudes bei Tag, durchleuchtet ausschliesslich vom Tageslicht. Weil es den Blick nach draussen verweigert, behauptet es seine Illusion als Ausblick auf die Stadt, die dem Betrachter zu Füssen zu liegen scheint. Aus dem distanzierten Spiel von Bild und Spiegelung, das draussen herrscht, taucht der Besucher in eine zwittrige Wirklichkeit aus Kantine und weitem Raum, aus klapperndem Geschirr und grandiosem Panorama, das sich an die Stelle des erwarteten Ausblicks schiebt. Stiege der Kantinengast aufs Dach, so schweifte sein Blick über Duisburg, die Sonne schiene, der Himmel wäre milchig blau. Die Häuser, auch die ganz in der Nähe, wirkten winzig. In der Ferne die Duisburger Wahrzeichen, Rathaus, Salvatorkirche,  Five Boats, Stadtwerke-Turm.....

Aber sehen Sie selbst!

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